Hundert junge Talente in Brüssel: Darunter drei Jungunternehmer aus Pforzheim
Im Europäischen Jahr der Kreativität
Hundert junge Talente trafen sich am Wochenanfang in Brüssel. Im Zuge des Europäischen Jahres der Kreativität und Innovation 2009 organisierte der Ausschuss der Regionen und die Europäische Kommission ein zweitägiges Forum in der belgischen Hauptstadt. Künstler, Musiker, Architekten, Designer, Filmemacher aus ganz Europa waren dazu eingeladen. Elf kamen aus der Bundesrepublik, vier aus Baden-Württemberg, darunter zwei junge Unternehmen aus der Goldstadt. „Wir konnten Kontakte knüpfen, es wurde genetzwerkt und Talente aus ganz Europa konnten sich kennenlernen – eine Riesenchance“, beschreiben WSP-Direktor Dr. Christoph Dickmanns und Europabeauftragte Anna-Lena Beilschmidt das Treffen. Das Designerinnen-Duo des Labels „dumbo & gerald“ – Isabelle Zahorka (Dipl.-Designerin Visuelle Kommunikation) und Daniela Scheil (Dipl.-Designerin Mode) sowie Philipp Bauknrecht (Diplom-Betriebswirt, Fachrichtung Werbung), Geschäftsführer der medialesson GmbH, vertraten Pforzheim.
Interessante Diskussionen, Workshops und Vorträge bestimmten die beiden Tage in Brüssel. Eines wurde schnell deutlich: Die Kreativwirtschaft ist äußerst heterogen, sich kennenzulernen und zu vernetzen war das Gebot der Stunde. Neben der grundsätzlichen Frage, was unter Kreativwirtschaft zu verstehen ist, ging es auch um die Sensibilisierung anderer Wirtschaftsbereiche für das Thema Kreativwirtschaft. „Man ist international“, so WSP-Chef Dr. Dickmanns. Neben der Werbung für den Standort Pforzheim nutzte er die Chance, Kontakte zu anderen Regionen und weiteren „Kreativen“ zu knüpfen, kurzum: „Werbung für den Standort Pforzheim zu machen“.
Für die Kreativen bestand über beide Tage die Möglichkeit, sich in fünf kreativen Villages auszutauschen, sich gegenseitig kennenzulernen und die lockere Atmosphäre zu nutzen. Das Rahmenprogramm umfasste verschiedene Debatten über Kreativität und Kreativwirtschaft. Die Talente wurden in diese Debatten einbezogen und konnten aus ihrem ganz individuellen Bereich heraus berichten und ihre Erfahrungen einbringen. Themenschwerpunkte wie Kunst und Technologie, oder der Besuch des Royal Museum of Fine Arts und der Besuch des Europäischen Parlament rundeten das zweitägige Treffen in Brüssel ab. „Alles in allem waren diese zwei Tage für uns voller inspirierender Momente, voll von neuen und sehr interessanten Eindrücken von jungen und motivierten Menschen“, so Europabeauftragte Beilschmidt. Für die Talente selbst war es sehr wichtig, „das klare Gefühl signalisiert zu bekommen, wir werden ernst genommen“, so Dr. Dickmanns. ![]()
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