Staatssekretärin Gurr-Hirsch beim Uracher Schäferlauf

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch: "Die Wanderschäferei leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt von landestypischen Kulturlandschaften"

"In keinem anderen heimischen Biotop ist die Artenvielfalt größer als auf den Schafweiden", sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum, Friedlinde Gurr‑Hirsch MdL, am Sonntag, 26. Juli 2009 in Bad Urach (Landkreis Reutlingen). Dabei würde es keiner anderen Landnutzungsform besser als der Wanderschäferei gelingen, die Belange des Naturschutzes in die Erzeugung von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln zu integrieren.

Im Rahmen eines Besuchs beim Uracher Schäferlauf hob sie Staatssekretärin die Leistung der heimischen Schafzüchter und Schafhalter für den Erhalt der landestypischen Kulturlandschaften hervor. "Durch die Arbeit der Schäfer entstand über die Jahrhunderte die einzigartige Landschaft der Schwäbischen Alb, hier direkt vor der Haustüre von Bad Urach. Es sind die charakteristischen Wacholderheiden, die wir so lieben und die nur mit der Schafbeweidung zu erhalten sind", betonte die Staatssekretärin.

"Neben dem Nutzen für Natur und Umwelt bietet darüber hinaus die Schäferei dem qualitätsbewussten Fleischkonsumenten Genuss und Abwechselung. Lammfleisch aus der heimischen Schafhaltung ist eine Delikatesse, die hierzulande von vielen noch gar nicht entdeckt worden ist", so die Staatssekretärin. Indem die Verbraucher Lamm auf ihren Speisezettel nehmen, beispielsweise beim Grillen, würden sie die Arbeit der Schäfer honorieren und dazu beitragen, deren Existenz zu sichern. Dies sei vor dem Hintergrund von niedrigen Preisen für Lämmer und Wolle und der damit einhergehenden schwierigen wirtschaftlichen Lage der Schäferei besonders wichtig.

Hintergrundinformationen:

In Baden-Württemberg beweiden rund 300.000 Schafe etwa 60.000 Hektar Weidefläche in extensiver Nutzung. Etwa 98 Prozent der Einnahmen der Schafhaltung stammen aus der Lammfleischproduktion. Der Preisdruck bei Lammfleischprodukten wird vor allem durch Importlämmer aus Nicht-EU-Ländern wie zum Beispiel Neuseeland oder aus Südamerika erzeugt.

Weitere Informationen zum Thema Tierhaltung sind auf der Internetseite des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum www.mlr.baden-wuerttemberg.de abrufbar, zum Thema Schafhaltung sind auch auf der Internetseite des Landesschafzuchtverbands Baden-Württemberg e. V. Informationen unter www.schaf-bw.de abzurufen.

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