27. Jauerniger Heimattage in Vaihingen an der Enz – Bundesverdienstkreuz an Helmut Maschek
Ministerpräsident Günther H. Oettinger: Große Verdienste um Jauerniger Heimattage – engagierter Kommunalpolitiker
Ministerpräsident Günther H. Oettinger hat Helmut Maschek aus Vaihingen an der Enz das ihm von Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler verliehene Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Bei der Ordensübergabe im Rahmen der 27. Jauerniger Heimattage würdigte Ministerpräsident Oettinger am Sonntag, 13. September 2009 Mascheks herausragende Verdienste und dessen vielfältiges ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement für die Heimatvertriebenen. „Heimat trennt nicht, sondern ist ein Bindeglied zwischen Generationen, zwischen verschiedenen Herkünften – ob alteingesessen oder von weither zugewandert. Unsere Gesellschaft braucht Vorbilder wie Helmut Maschek, die sich zu ihrer Heimat bekennen, die ihre Heimat gestalten und sich für sie einsetzen“, betonte Ministerpräsident Oettinger.
„Ohne die tatkräftige Unterstützung der Heimatvertriebenen wäre der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg und das spätere Wirtschaftswunder nicht möglich gewesen. Alleine in Baden-Württemberg fanden rund 600.000 Sudetendeutsche eine neue Heimat“, sagte Oettinger. Ein Beispiel für die Integrationsleistung sei die Patenschaft zwischen Vaihingen an der Enz und der Jauerniger Landsmannschaft. Diese seit 1955 währende Bindung habe die aus ihrer Heimat vertriebenen Menschen in ihrem Bemühen unterstützt, eine neue Heimat aufzubauen, ohne die alte zu vergessen. Die Jauerniger Heimattage seien überdies ein wichtiger Beitrag, um das kulturelle Erbe des ehemaligen Geburtsorts zu erhalten, zu fördern und gleichzeitig die persönlichen Kontakte zu pflegen und lebendig zu halten.
„Solche tiefe Partnerschaften können nur durch das große Engagement von einer Vielzahl von Personen, denen die Sache eine Herzensangelegenheit ist, aufrechterhalten werden. Helmut Maschek, der im damaligen Sudetenland geboren ist und in Vaihingen an der Enz eine neue Heimat gefunden hat, spielt hierbei eine ganz besondere Rolle“, sagte der Regierungschef. Mit hohem zeitlichen Aufwand und großem Idealismus habe er sich über vier Jahrzehnte für die Patenschaft eingesetzt. Eine Vielzahl an Initiativen und die alle zwei Jahre stattfindenden Jauerniger Heimattage gingen auf seine tatkräftige Arbeit zurück.
„Auch Mascheks kommunalpolitisches Engagement verdient großen Respekt. Dank seiner hohen fachlichen Kompetenz als Diplom Ingenieur und seines deenreichtums setzte er von 1968 bis 2004 als Gemeinderat der Stadt Vaihingen an der Enz viele wegweisende Akzente“, unterstrich Ministerpräsident Oettinger. Drei Legislaturperioden (1971-1984) sei er Mitglied im Kreistag gewesen.
Ebenfalls engagierte sich Maschek als Vorsitzender von Prüfungsausschüssen in der IHK Stuttgart und als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Technik in Stuttgart für die Ausbildung junger Menschen.
„In ihrem Lebenswerk, lieber Herr Maschek, verbinden sich drei Elemente, das Politische, das Wirtschaftliche und das Geistige zu seinem erfüllten und die Gemeinschaft bereichernden Leben aufs Trefflichste. Ihr langjähriges und intensives Engagement für die Heimatvertriebenen war und ist beispielhaft. Dies hat Anerkennung und Dank verdient“, erklärte der Ministerpräsident.

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