Pforzheimer Stadtwiki-Gründer verwirklicht Traum vom europäischen RegioWikiCamp
Friedel Völker, der Gründer des Stadtwiki Pforzheim-Enz, auch als Pfenz bekannt, ist wenige Wochen vor dem RegioWikiCamp 2009 nervös und zugleich voller Vorfreude.
Stadt- oder auch Regiowikis sind Internet Portale auf denen gemeinschaftlich Wissen über die Region gesammelt wird, jeder kann die Beiträge dort einsehen und sogar selbst zur Verfügung zu stellen sowie vorhandene Beiträge ergänzen. In Pforzheim wurde als Träger dieser Internetseite ein gemeinnütziger Verein gegründet, der den technischen Betrieb realisiert und sich um die Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen kümmert.
Stadtwiki Projekte gibt es nicht nur in unserer Region, seit 2003 die ersten Projekte begannen kommen Weltweit immer neue Stadt- beziehungsweise Regiowikis hinzu. Seit im Jahr 2005 die Planung für das Stadtwiki Pforzheim-Enz begann beobachtete dessen Gründer Friedel Völker die anderen gleichartigen Projekte und bekam den Wunsch die Akteure dieser, sich isoliert entwickelnden Projekte zusammenzubringen, am besten, ganz im Sinne eines zusammenwachsenden Europas, über die Landesgrenzen hinweg. Dieser Traum wird nun von 25. bis 27. September in Erfüllung gehen. Die Fakultät Digtiale Medien der Hochschule Furtwangen ist am Thema interessiert und stellt dem Stadtwiki-Macher aus Pforzheim ihre Räume für das erste europäische RegioWikiCamp zur Verfügung.
Ideelle Unterstützung bekommt der Organisator von Gunther Krichbaum, dem Bundestagsabgeordneten für Pforzheim und den Enzkreis, der als Vorsitzender des Ausschusses für Europäische Angelegenheiten des Deutschen Bundestages die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen hat.
Krichbaum sieht in der Bildung die zentrale Herausforderung der Globalisierung: „Europa muss gerade in den Bereichen Forschung und Bildung viel enger zusammenarbeiten, weil wir im globalen Wettbewerb nur bestehen können, wenn wir innovativer und einfallsreicher sind, als andere Länder.“
Bildung, im Sinne von offenem Meinungs- und Erfahrungsaustausch, findet statt, wenn die Akteure von Stadt- und Regiowiki-Projekten aus ganz Europa zusammen kommen, um sich kennenzulernen und gegenseitig Wissen zu vermitteln. Das Vortrags und Workshop-Programm des RegioWikiCamp wird von den Teilnehmern selbst gestaltet.
Friedel Völker ist noch mitten drin in den Vorbereitungen, neben seinem Beruf als Programmierer beschäftigt ihn die Sponsorensuche, die Betreuung der Gäste aus dem Ausland und die Organisation vor Ort. Aber er ist sich ganz sicher, es wird eine Veranstaltung mit europäischer Strahlkraft.

