Bodenschutzkalkung mit Hubschrauber in den Wäldern des Landkreises
In den letzten Jahren hat sich der Zustand unserer Wälder zum Teil gravierend verschlechtert. Der Anteil der deutlich geschädigten Waldfläche in Baden-Württemberg ist mit 37,8 % weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Der Schwarzwald ist aufgrund verschiedener Faktoren eines der am stärksten ge-schädigten Gebiete in unserem Land. Ursachen für das hohe Schadensmaß sind klimatische Einflüsse und eine durch Luftschadstoffeinträge hervorgerufene Verschlechterung der Qualität unserer Waldböden. Auf den ohnehin sehr nährstoffarmen Buntsandsteinstandorten des Nordschwarzwaldes bewirken die Schadstoffeinträge eine fortschreitende Bodenversauerung. Dadurch nimmt die Aktivität der Bodenlebewesen ab und das Wurzelwachstum der Waldbäume wird stark beeinträchtigt. Als wichtige Präventivmaßnahme werden verstärkte Bodenschutzkalkungen angesehen. Sie tragen zur Stabilisierung bodenchemischer Prozesse bei und steigern so die Vitalität der Bäume. Zudem dienen sie dem vorbeugenden Grund- und Trinkwasserschutz.
Die Kreisforstverwaltung Calw und die Stadt Bad Teinach-Zavelstein beteiligen sich auch in diesem Jahr an dem landesweiten Kalkungsprogramm. Im Bereich Ottenbronner Berg (zwischen Hirsau, Ottenbronn und Neuhengstett), Hengstberg (Waldgebiet zwischen Schömberg, Langenbrand und Calmbach), Weckenhardt (zwischen Sportplatz Oberreichenbach und Würzbachtal), Tannwald (zwischen Bieselsberg, Kapfenhardt und Unterreichenbach sowie am Sommenhardter Hang (zwischen Sommenhardt, Kentheim, Station Teinach und Bad Teinach-Zavelstein) werden mittels Hubschrauber ab dem 02. November angefeuchtete Kalkstäube ausgebracht, die im Bereich der öffentlichen Straßen und der Waldwege zeitweise geringfügige Sichtbehinderungen verursachen werden. Die Kreisforstverwaltung bittet daher aus diesem Grund die Autofahrer und Spaziergänger in den genannten Bereichen um erhöhte Vorsicht, angepasste Fahrweise und Verständnis für die notwendige Maßnahme, die sich über einen Zeitraum von ca. 4 Wochen erstrecken wird. Beim auszubringenden Kalkstaub handelt es sich um fein vermahlenes Kalkgesteinsmehl, das für Mensch und Tier sowohl beim Körperkontakt als auch beim Einatmen unschädlich ist. Für Rückfragen steht Ihnen das Team der Außenstelle Bad Liebenzell gerne zur Verfügung (Tel. 07052/ 92910).

