Schmuckmuseum „Ausgewählter Ort 2010“ im Land der Ideen

Das Schmuckmuseum Pforzheim ist mit dem museumspädagogischen Projekt der Lernwerkstatt des Hauses „Von der Idee zum Produkt: Was hat Schmuck mit Physik zu tun?“ Teil der Veranstaltungsreihe „365 Orte im Land der Ideen“, der größten Veranstaltungsreihe Deutschlands. Das Projekt war nicht nur so erfolgreich, dass es in 2010 nach einer einjährigen Pilotphase fortgeführt wird, vielmehr wird das Museum damit auch „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“ 2010. Der Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“, der gemeinsam von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ und der Deutschen Bank durchgeführt wird, steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler. Der Wettbewerb rückt „Ausgewählte Orte“ in den Mittelpunkt, die die Zukunft Deutschlands aktiv gestalten.

Als „Ausgewählter Ort“ ist das Schmuckmuseum Pforzheim im Jahr 2010 Botschafter für das Land der Ideen und repräsentiert das Innovationspotential Deutschlands. „Über den Erfolg bei diesem Wettbewerb freue ich mich außerordentlich. Er ist eine besondere Auszeichnung, die bis in die Region ausstrahlt und zum Ausdruck bringt, welches Potential es in unserer Stadt gibt. Den Lehrern und Kooperationspartnern, die dies mit ihrem Engagement unterstützt und ermöglicht haben, gilt mein herzlicher Dank“, so Oberbürgermeister Gert Hager.

Um die Idee für die Öffentlichkeit erlebbar zu machen, veranstaltet das Museum anlässlich der Preisverleihung am Mittwoch, dem 21. Juli 2010 ein Abschlussfest mit Ausstellung der selbst entworfenen Schmuckstücke und der vielfältigen Ergebnisse, die die Schüler im Verlauf des Projekts erarbeitet haben. Die Verleihung der Ehrentafel ist bereits zum Beginn des dritten Projektdurchlaufs Mitte Januar geplant.

Das Projekt „Von der Idee zum Produkt: Was hat Schmuck mit Physik zu tun?“ wurde im Winterhalbjahr 2008/2009 erstmals durchgeführt. Dabei haben die Schüler zweier 9. Klassen des Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG) Mühlacker öffentliche und betriebliche Einrichtungen besucht, die einen Bezug zur Schmuckindustrie in Pforzheim haben. Um der Frage nachzugehen, warum Schmuck eigentlich etwas mit Physik zu tun hat, sind die Schülerinnen und Schüler insgesamt 13 Wochen lang auf der Suche nach Antworten gewesen. Außer im Schmuckmuseum und dem Technischen Museum der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie waren sie im Stadtarchiv, in der Scheideanstalt C. Hafner, im Schmucktechnologischen Institut der Hochschule Pforzheim, in der Goldschmiedeschule und bei Meistergoldschmieden der Zunft Pforzheim Schmuck + Gestaltung. Zudem haben sie mit dem Schmuckdesigner und Dozenten an der Hochschule Pforzheim Spencer Gaudoin Gussringe entworfen und in der Gießerei Loss gießen lassen. Ab Januar werden drei Klassen das Projekt durchlaufen, wiederum vom THG Mühlacker und zusätzlich vom vom Kepler-Gymnasium in Pforzheim. Ansprechpartnerin für interessierte Schulen und Verantwortliche für das Konzept am Schmuckmuseum ist Katja Poljanac.

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