IG Metall Pforzheim übt Kritik an den regionalen Berufsbildungsakteuren
Jugend sieht einer schweren Zukunft entgegen
Über 200 Menschen haben sich an der Aktion der IG Metall Jugend zur Zukunftsperspektive der Jugend beteiligt. Mit einer außergewöhnlichen Aktion hat die IG Metall Jugend auf die schwierige Situation der Schulabgängern und Auslernen in Pforzheim und im Enzkreis hingewiesen. Als Nikolaus verkleidet, haben die Jugendlichen Zukunftsplätzchen verteilt und abgefragt, was sich die Menschen für die Zukunft wünschen.
Gewerkschaftssekretär Christian Velsink berichtet von einem regen Zuspruch, welche der IG Metall Jugend bei dieser Aktion auf dem Rathausplatz entgegen gebracht wurde. Viele haben erzählt, dass sie viele Zukunftsängste für die Jugend und für sich selber haben,” so Velsink. Im Wunschbriefkasten fanden sich Wünsche, nach einem sicheren Ausbildungsplatz, nach einem sicheren Arbeitsplatz mit einem exestenzsicherndem Einkommen und ein gutes Studium am häufigsten wieder. Neben dem Wunsch, in Zukunft gesund zu bleiben wurde deutlich, dass die Jungen Menschen sehen, dass ihre Lebensplanung immer schwieriger wird. Es ist nicht selbstverständlich, dass den Jungen Menschen eine positive Lebensperspektive geboten wird. Eher das Gegenteil ist der Fall.
Alleine 1018 Jugendlich unter 25 Jahren sind im Enzkreis arbeitslos. Dies ist im Vergleich zum Vorjahresmonat November ein Anstieg von über 21 %. Ähnlich dramatisch stellt sich die Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt dar. Hier sind die gemeldeten Ausbildungsstellen laut Bundesagentur für Arbeit um 12,4 % im Vergleich zum Vorjahr auf 1.823 zurück gegangen. Dies für dazu, dass sich immer mehr Bewerber anderweitig orientieren, oder in Warteschleifen geparkt werden.
Deshalb übt Velsink scharfe Kritik an den Metallarbeitgebern. Sie haben aus der Vergangenheit nichts gelernt und werden in 3 bis 4 Jahren wieder über Fachkräftemangel klagen. Das es auch anders geht, machen Betriebe wie Behr, Schroff oder Ami Doduco deutlich. Diese Betriebe haben mit der IG Metall eine Vereinbarung über stabile Ausbildungszahlen vereinbart und übernehmen die ausgebildeten Azubis.
Für diejenigen, die einen Ausbildungsplatz bekommen haben, wird die berufliche Perspektive in den Betrieben immer schwieriger. 50% der Auszubildende werden deutschlandweit nach dem Abschluss der Ausbildung nicht übernommen. In Pforzheim sieht diese schlechte Übernahmestatistik ähnlich dramatisch aus. Sie landen dann in der Leiharbeit, in prekärer Beschäftigung oder gleich in der Arbeitslosigkeit. Wir dürfen die Jugend mit solchen Zukunftsperspektiven nicht alleine lassen
Der Jugend gehört die Zukunft und deshalb setzt sich die IG Metall Jugend Pforzheim in den Betrieben im Enzkreis für die Jugend und die Übernahme der Azubis ein.



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