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Spitzengespräch zum Stadtbahnausbau

Enzkreis und Stadt Pforzheim gemeinsam für Ausbau des Stadtbahnverkehrs

In einem Spitzengespräch zwischen der Stadt Pforzheim und dem Enzkreis verständigten sich Oberbürgermeister Gert Hager und Landrat Karl Röckinger zusammen mit Erstem Bürgermeister Roger Heidt, Bürgermeister Alexander Uhlig und Erstem Landesbeamten Wolfgang Herz auf das weitere Vorgehen. „Wir wollen den erfolgreichen Stadtbahnverkehr in der Region weiter ausbauen“, erklärte der Pforzheimer Oberbürgermeister. Landrat Karl Röckinger, dem insbesondere die Stadtbahn Ittersbach – Pforzheim ein wichtiges Anliegen ist, zeigte sich zufrieden mit dem Gesprächsergebnis: „Alle Vorschläge, die auf dem Tisch liegen, werden sorgfältig und zeitnah geprüft.“

Nachdem die Überlegungen für eine Stadtbahnverbindung von Ittersbach nach Pforzheim zu Beginn des Jahres neuen Schwung bekommen hatten, waren zunächst unterschiedliche Sichtweisen von Stadt und Landkreis deutlich geworden, vor allem zur Frage einer Trasse durch die Pforzheimer Innenstadt.

„Ich habe die Aussagen zum schienengebundenen Verkehr im aktuellen Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Pforzheim mit Interesse gelesen“, so Karl Röckinger. Der Kreischef betonte aber gleichzeitig, dass ohne eine ernsthafte Prüfung einer Innenstadttrasse ein akzeptables Kosten-Nutzen-Verhältnis für die Strecke nach Ittersbach sehr schwer zu erreichen sein dürfte. OB Gert Hager setzt weiterhin auf eine Taktverdichtung auf der bestehenden Strecke bis weiter nach Mühlacker und zusätzliche Haltepunkte: „Wir müssen alles daran setzen, den ÖPNV für die Menschen in Pforzheim und dem Umland noch attraktiver zu machen.“ Durch die neue Idee der Verlängerung bis nach Mühlacker sieht Oberbürgermeister Hager jetzt gute Chancen, auf der bestehenden Trasse die Wirtschaftlichkeit zu erreichen.

Stadt und Kreis wollen jetzt diese Lösungsansätze verknüpfen um damit auch die Chancen für eine Landesförderung zu erhöhen. „Ohne die finanzielle Unterstützung des Landes kann die Region den Ausbau des Stadtbahnverkehrs nicht schultern“, sind sich Röckinger und Hager einig. Beide setzen dabei auf die Unterstützung der Landespolitik.
In einem ersten Schritt soll jetzt eine kleine Expertenrunde aus Vertretern von Stadt- und Kreisverwaltung sowie der Schienenverkehrsunternehmen und Planungsbüros unter Leitung von Erstem Landesbeamten Wolfgang Herz die Vorschläge auf ihre Machbarkeit vorprüfen. Dies betrifft die Fortschreibung der Machbarkeitsstudie für die Strecke Ittersbach – Pforzheim ebenso wie die Taktverdichtung Pforzheim – Mühlacker in allen Varianten. Auch der Vorstoß der Gemeinde Keltern soll geprüft werden.
Ende April / Anfang Mai wollen Hager und Röckinger dann zum  großen „Stadtbahngipfel“ einladen. „Bevor wir in umfangreiche und teuere Untersuchungen investieren sind in den nächsten Wochen erst einmal die Fachleute gefragt“, so die Verwaltungschefs. „Dann können wir auch politisch entscheiden, wohin die Reise gehen soll.“

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