Bischofs-Jahr im Bruchsaler Schloss

Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg und Stadt Bruchsal stellen Jahresprogramme 2010 vor. Zahlreiche Veranstaltungen zur Geschichte der Speyerer Fürstbischöfe

Eine Festwoche im April und ein vielfältiges Programm übers ganze Jahr: In und um Schloss Bruchsal kann man in diesem Jahr bei vielen Ereignissen Eintauchen in die letzte Glanzzeit der fürstbischöflichen Residenz Bruchsal. Anlass ist das 200. Todesjahr des letzten Fürstbischofs, Wilderich von Walderdorff. Mit ihm endete die Epoche der Residenzstadt Bruchsal. Rund um diesen entscheidenden historischen Termin haben Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg und Stadt Bruchsal gemeinsam ein umfangreiches Veranstaltungsangebot auf die Beine gestellt.

Wenn heute die Rede auf das „glanzvolle Zeitalter“ von Bruchsal kommt, dann ist meistens das 18. Jahrhundert gemeint: Damals wurde die Stadt durch Damian Hugo von Schönborn zur Residenz der Speyerer Fürstbischöfe auserkoren. Binnen kurzem erlebte das Landstädtchen einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung. Der Bau des Barockschlosses zog nicht nur bekannte Künstler und Architekten nach Bruchsal, sondern war auch Fundament einer positiven Stadtentwicklung insgesamt. Mit Wirkung bis heute: Mit seinen Museen und rund 92.000 Besuchern im Jahr ist das Schloss in touristischer Hinsicht der wichtigste Anziehungspunkt im Herzen der nordbadischen Stadt.

Ein Pfund, mit dem zu wuchern sich lohnt: Das beweisen jetzt zwei gemeinsam entwickelte Programmbroschüren der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg und der Stadt Bruchsal. Äußerer Anlass ihres Erscheinens: Genau 200 Jahre ist es her, seit mit Philipp Franz Wilderich von Walderdorff der letzte in Bruchsal residierende Fürstbischof starb. Begraben wurde er neben seinen Vorgängern in der Gruft der Bruchsaler Peterskirche – und das bischöfliche Schloss verfiel für viele Jahrzehnte in einen sprichwörtlichen Dornröschenschlaf.

Bei der Präsentation des Jahresprogramms wies Bruchsals Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick darauf hin, dass vieles, was Bruchsal heute an Bau- und Kunstdenkmälern vorzuweisen habe, mit den Bischöfen von Speyer verknüpft sei. Das umfangreiche städtische Jahresprogramm trägt daher ein Zitat des Schlossbauherrn und Fürstbischofs Schönborn als Titel: „Der Ort, wo meine Residenz hinkommt …“ Es enthält fast 40 unterschiedliche Veranstaltungen, Konzerte, Themenführungen und Exkursionen in und um Bruchsal an über 80 Terminen zwischen März und Dezember. Vor allem auf das Schloss konzentrieren sich die Sonderführungen der Staatlichen Schlösser und Gärten: Sie präsentieren Leben und Wirken der Fürstbischöfe und ihre Residenz. Ab 20. April ist außerdem eine Sonderpräsentation zu sehen, die – unter anderem mit ausgewählten persönlichen Stücken aus dem Familienbesitz der Grafen von Walderdorff – an den letzten Fürstbischof in Bruchsal erinnert .

Höhepunkt des „Bischofs-Jahres“ wird der Zeitraum zwischen 18. und 20. April 2010 sein, wenn sich Fürstbischof von Walderdorffs Todestag zum 200. Mal jährt. „Für die Staatlichen Schlösser und Gärten ist das Jahr eine Station auf dem Weg zum Wiedererstehen der Fürstbischöflichen Residenz“, so Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Die Beletage des Bruchsaler Schlosses wird derzeit vom Land instandgesetzt. Sie soll künftig wieder einen Eindruck davon geben, was das Schloss einmal war: eines der herausragenden Denkmäler der Mitte des 18. Jahrhunderts in Deutschland. Ab 2012 werden im Bruchsaler Schloss dann einzigartige Meisterwerke des Spätbarock zu sehen sein, etwa die einzigartigen Rokokomöbel und die berühmten Tapisserien aus der Schlosseinrichtung der Bruchsaler Fürstbischöfe.

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  1. Bischofs-Jahr im Bruchsaler Schloss: Fast 40 Veranstaltungen, Konzerte, Führungen und Exkursionen an über 80 Terminen http://bit.ly/caYAcW

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